Pressemitteilung Nr. 283 vom 17. August 2017
WIESBADEN – Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Deutschland 7,3 % oder rund 13 400 weniger Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als in den ersten sechs Monaten 2016. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde von Januar bis Juni 2017 der Bau von insgesamt 169 500 Wohnungen genehmigt.
Die Zahl der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen in Wohngebäuden insgesamt hat im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,9 % beziehungsweise 7 500 Wohnungen abgenommen. Gegen den allgemeinen Trend lagen die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern leicht im Plus (+ 1,8 % beziehungsweise + 1 400 Wohnungen). Damit erreichte die Anzahl genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 82 100 Wohnungen den höchsten Wert in einem ersten Halbjahr seit zwanzig Jahren (1997: 117 400 Wohnungen). Die Baugenehmigungen von Wohnungen in Einfamilienhäusern (– 9,5 % beziehungsweise – 4 800 Wohnungen) und in Zweifamilienhäusern (– 2,2 % beziehungsweise – 200 Wohnungen) gingen dagegen zurück. Die Genehmigungen von Wohnungen in Wohnheimen sind ebenfalls gesunken (– 31,8 % beziehungsweise – 3 900 Wohnungen). Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte. Auch die Zahl der Wohnungen, die durch im ersten Halbjahr genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, ging zurück(– 22,2 % beziehungsweise – 5 700 Wohnungen).
Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude verringerte sich von Januar bis Juni 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5 Millionen Kubikmeter auf 101,6 Millionen Kubikmeter (– 2,4 %). Diese Entwicklung ist sowohl auf einen Rückgang der Genehmigungen bei den öffentlichen Bauherren (– 15,3 %) als auch bei den nichtöffentlichen Bauherren (– 1,0 %) zurückzuführen.
Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zu den Baugenehmigungen (31111) können über die Tabellen in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Gebäudeart | Genehmigte Wohnungen | |||
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Januar – Juni | Veränderung gegenüber Vorjahreszeitraum | |||
2017 | 2016 | absolut | in % | |
Wohn- und Nichtwohngebäude (alle Baumaßnahmen) | 169 454 | 182 820 | – 13 366 | – 7,3 |
Neu errichtete Gebäude | 149 359 | 156 986 | – 7 627 | – 4,9 |
davon: | ||||
Wohngebäude | 146 947 | 154 484 | – 7 537 | – 4,9 |
mit 1 Wohnung | 45 294 | 50 064 | – 4 770 | – 9,5 |
mit 2 Wohnungen | 11 104 | 11 348 | – 244 | – 2,2 |
mit 3 oder mehr Wohnungen | 82 088 | 80 672 | 1 416 | 1,8 |
Wohnheime | 8 461 | 12 400 | – 3 939 | – 31,8 |
darunter: | ||||
Eigentumswohnungen | 37 791 | 38 093 | – 302 | – 0,8 |
Nichtwohngebäude | 2 412 | 2 502 | – 90 | – 3,6 |
Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden | 20 095 | 25 834 | – 5 739 | – 22,2 |
Gebäudeart | Umbauter Raum (1 000 m3 Rauminhalt) | |||
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Januar – Juni | Veränderung gegenüber | |||
2017 | 2016 | absolut | in % | |
Nichtwohngebäude | 101 589 | 104 110 | – 2 521 | – 2,4 |
davon: | ||||
Anstaltsgebäude | 2 342 | 3 946 | – 1 604 | – 40,6 |
Büro- und Verwaltungsgebäude | 8 434 | 8 211 | 223 | 2,7 |
Landwirtschaftliche Betriebsgebäude | 11 016 | 12 896 | – 1 880 | – 14,6 |
Nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude | 70 970 | 70 216 | 754 | 1,1 |
darunter: | ||||
Fabrik- und Werkstattgebäude | 20 173 | 21 437 | – 1 264 | – 5,9 |
Handelsgebäude | 7 354 | 9 195 | – 1 841 | – 20,0 |
Warenlagergebäude | 35 479 | 31 536 | 3 943 | 12,5 |
Hotels und Gaststätten | 1 888 | 2 062 | – 174 | – 8,4 |
Sonstige Nichtwohngebäude | 8 826 | 8 841 | – 15 | – 0,2 |
Öffentliche Bauherren | 8 525 | 10 060 | – 1 535 | – 15,3 |
Nichtöffentliche Bauherren | 93 064 | 94 050 | – 986 | – 1,0 |